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31.10.2011

Wind Raider

Geschrieben am 31.10.2011, 19:17:36

Da ist es nun: Das erste große, umfassende MOTUC Review auf www.he-man.de, dem viele weitere folgen werden. Was würde sich wohl für das erste Review eignen? Vielleicht King Grayskull, die erste MOTUC Figur überhaupt, der erste He-Man von Dezember 2008 oder der erste Skeletor aus dem Januar 2009… Oder Marlena, meine persönliche momentane Lieblingsfigur? Ich gebe zu, es gäbe viele Möglichkeiten. Aber wir wollen mit dem Wind Raider beginnen.


Bereits im Jahr 2010 haben die Four Horsemen, die für die Modellierungen in der MOTUC Serie zuständig sind, eigenmächtig den Prototypen eines potenziellen MOTUC Fahrzeugs auf der San Diego Comic Con vorgestellt: Den Battle Ram. Offensichtlich gefiel dieser Prototyp nicht nur den Fans sondern auch Mattel, und so beschloss man für 2011 den Versuch zu wagen erstmals ein Fahrzeug für MOTUC zu produzieren und damit (hoffentlich) den Weg für viele weitere Fahrzeuge in den kommenden Jahren zu ebnen.

Auf der San Diego Comic Con 2011 war es dann endlich soweit. Nachdem man schon lange vorher bekannt gab, dass der Battle Ram nicht das erste offizielle Fahrzeug werden würde, wurde auf der Preview Night schlussendlich der Wind Raider vorgestellt. Und der schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe. Riesig groß und ein getreues Abbild des klassischen Wind Raiders aus den 80er Jahren mit komplett ausmodellierten Armaturen und vielen anderen beispielhaften Details. Fehler bzw. Designschwächen des Vorbilds wurden gekonnt ausgebessert und in die Moderne übertragen. Doch eins nach dem Anderen.

Was zuerst auffällt, ist die unglaubliche Größe des Fluggeräts. Mit einer beeindruckenden Spannweite von 44cm und einer Länge von 42cm von der Ankerspitze zur Heckflosse, ohne dass es unförmig oder gar klobig wirken würde, wird man beinahe von der Plastikmasse erschlagen. Das kräftige, dunkle Grün wirkt militärisch, beinahe martialisch und wird von einem ganz und gar nicht dezenten, aber dennoch vortrefflich abgestimmten Orange aufgelockert. Dazu kommen die vom Originalmodell bekannten Aufkleber in leuchtenden Gelb- und Rottönen, die hier jedoch nicht als sich über kurz oder lang ablösende Aufkleber umgesetzt, sondern komplett modelliert und lackiert wurden. Nieten, Schläuche und weitere kleinere Details wurden zusätzlich in einem gelbgrünlichen Metallicton abgesetzt. Der braune Sitz weist eine schöne, dunkle Patina auf, die den Eindruck eines Lederbezugs entstehen lässt.



Schokolade: Lecker

 Eine weitere prominent vertretene Farbe ist Schwarz. Denn auf der Unterseite des Fluggeräts findet man nicht nur 3 bewegliche, schwarze Räder, sondern auch den massiven Ständer, auf dem der Wind Raider frei positioniert werden kann. Mit einem Durchmesser von 19cm verleiht der gewölbte und mit dem MOTUC Logo geprägte Fuß einen vollkommen sicheren Stand. Und so präsentiert sich der Wind Raider mit einer Gesamthöhe von grob 24cm in äußerst beeindruckender Weise.

Obwohl der Wind Raider ein relativ statisches Fluggerät ist, finden sich überraschend viele bewegliche Teile. Die Flügel lassen sich arretiert rotieren und schnappen mit einem Klick in verschiedene Positionen ein. Der Heckflügel lässt sich frei nach links und rechts schwenken und die drei Räder lassen, wie bereits erwähnt, den Wind Raider problemlos über glatte Oberflächen rollen.

Der Kopf des Standfußes lässt sich über die vertikale Achse drehen und den Wind Raider somit nach oben und nach unten neigen. Zusätzlich ist die Steckverbindung von Standfuß zu Wind Raider kreisrund, um den Flieger auch horizontal drehen zu können. Durch diese beiden Achsen sind eine Fülle von unterschiedlichen Neigungen und Positionen des Flugzeugs möglich. 

Das Herzstück der beweglichen Teile ist jedoch wie schon bei seinem Pendant der 80er Jahre der Anker.


Ankertattoos wieder groß in Mode!

Im Gegensatz zu damals lässt sich der Anker diesmal per Knopfdruck abschießen, was nicht nur eine Verbesserung zur Umsetzung der 80er Jahre, sondern gleichzeitig auch das erste, richtige Actionfeature der gesamten MOTUC Serie darstellt. Der auslösende Knopf ist links vom „Drachenkopf“ zu finden, welcher als Winde dient, den Anker an seinem Seil wieder einzuholen. Der Kopf lässt sich drehen, stößt aber aufgrund seiner sehr ausufernden Modellierung gegen das Äußere des Armaturenbretts. Daher lässt sich der gesamte Kopf leicht anheben, rastet dann in eine höhere Position ein und ist dadurch um 360 Grad in beide Richtungen drehbar und auch der Seilwindenmechanismus funktioniert auf diese Weise in beide Richtungen: Der Anker wird wieder eingeholt und lässt sich über einen Stift wieder fest im Gehäuse arretieren. Anschließend wird der Drachenkopf einfach wieder runtergedrückt.


Angriff der fleischfarbenen Riesenwürmer!


...aber deshalb muss man nicht gleich den Kopf verlieren.

Gänzlich neu im Vergleich zum ersten Wind Raider aus den 80er Jahren sind die beiden Wartungsklappen, die oben an den beiden seitlich angebrachten Turbinen zu finden sind. Diese Klappen lassen sich einfach nach oben aufklappen und enthüllen technische Details, Leitungen, Schaltungen und Relais. Ein sehr willkommenes Update, welches viele Möglichkeiten für Dioramen und Präsentation im heimischen Spielzeugregal bietet.


Aufgepasst! Enthält keine verschluckbaren Einzelteile!

Ein ebenfalls sehr willkommenes Update sind die eingangs bereits erwähnten Verbesserungen  der Fehler bzw. Schwächen des 80er Jahre Modells. Nicht nur, dass alle Instrumente und Knöpfe im Armaturenbrett ebenfalls ausmodelliert wurden, die 4 Horsemen spendierten dem Gefährt endlich auch seitlich an der Karosserie angebrachte Griffe. Eine ins Cockpit gesetzte Figur hat zwar in sich bereits einen überraschend guten Halt, aber durch die Griffe wird es quasi unmöglich, dass eine Figur selbst bei noch so komplizierten „Flugmanövern“ durch das heimische Kinderzimmer den Halt verliert und aus dem Cockpit purzelt.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass nahezu jede bisherige MOTUC Figur hervorragend im Cockpit Platz findet, selbst wenn die Beine sich produktionsbedingt, etwa durch zu unflexible Lendenschurze, nicht komplett in eine sitzende Position bewegen lassen. Selbstverständlich sollten Figuren mit Capes wie z.B. Bow oder großen Rucksäcken wie Icarius diese sperrigen Zubehöre vorher abgenommen werden.


Schock: Achterbahnfotos!

 

 


 

Der MOTUC Wind Raider erscheint erstmals im Dezember 2011 auf www.mattycollector.com zum Preis von 45 Dollar zuzüglich Porto.

 


 

Hinweis: Diesem Review liegt der MOTUC Wind Raider Prototyp zugrunde. Nach offiziellem Erscheinen des Spielzeugs wird ein kleines Update hinzugefügt, welches die Verpackung, den Zusammenbau und die Unterschiede zwischen Prototyp und fertigem Spielzeug beleuchten wird.

Weiterführende Informationen, Trivia etc. im Lexikon

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